Von Kapstadt nach Port Elizabeth

Der Blick vom Lionshead auf einen Vorort Kapstadts.

Der Blick vom Lionshead auf einen Vorort Kapstadts.

Der letzte Artikel aus Südafrika – zum Abschluss nochmal mit einigen Bildern und einer Karte.

Kapstadt Die wohl bekannteste Stadt Südafrikas und wahrscheinlich auch die schönste. Hier habe ich gemeinsam mit den anderen Praktikanten vier schöne Tage in einem Ferienhaus verbracht. Eigentlich hatten wir nur einzelne Zimmer bei Surf the Cape gebucht, da wir aber die einzigen Gäste waren, hatten wir das gesamt Haus mit Grillstelle im Haus (sehr südafrikanisch) und Poolbereich für uns.

Kapstadt vom Lionshead aus.

Kapstadt vom Lionshead aus.

Der Blick auf den Tafelberg.

Der Blick auf den Tafelberg.

Vor allem die Grillstelle haben wir am Freitag Abend ausgiebig benutzt, als eine deutsche Kollegin von Mercedes-Benz aus Centurion einen ehemaligen südafrikanischen Kollegen aus Kapstadt eingeladen hat. Dieser hat im Voraus angekündigt, dass er nicht alleine kommt. So kam es, dass wir am Ende eine Hausparty mit knapp 30 Gästen hatten, als immer mehr Südafrikaner irgendwann vor der Tür standen und mit den Deutschen feiern wollten. Fast jeder hatte auch Fleisch und seine Getränke dabei, so dass es keinen Mangel an flüssiger als auch fester Nahrung gab.

Weinreben von Groot Constantia, dem ältesten Weingut Südafrikas.

Weinreben von Groot Constantia, dem ältesten Weingut Südafrikas.

Die anderen Tage haben wir mit Sightseeing verbracht. Am Freitag ging’s auf den Lions Head, einem der drei Berge die Kapstadt einrahmen, mit tollem Blick auf den Tafelberg und die Stadt. Samstags haben wir eine Stadtrundfahrt mit einem dieser roten Doppeldecker Busse gemacht, wie man sie mittlerweile überall findet. Die Busroute ist auch in das Constantia-Tal gefahren, wo wir das älteste Weingut Südafrikas besichtigt haben.

Hier lässt es sich aushalten... Im Hintergrund der Lionshead.

Hier lässt es sich aushalten… Im Hintergrund der Lionshead.

Ein ehemaliger Gefangener erzählt vom Alltag auf Robben Island.

Ein ehemaliger Gefangener erzählt vom Alltag auf Robben Island.

Am Sonntag bin ich mit einem anderen Praktikanten nach Robben Island mit der Fähre. Die berüchtigte Gefängnisinsel auf der Mandela und viele andere politische Gefangene während der Apartheid eingesperrt waren ist heute ein großes Museum. Der einzige Weg um die Insel zu besuchen ist eine Tour zu machen bei der leider keine Minute Zeit bleibt, um sich selber ein bisschen umzugucken. Vor allem der erste Teil war eher langweilig da man in einem Reisebus über die Insel gekarrt wurde. Alle 10 Meter wurde angehalten, der Guide hat etwas durch den Bus geschrien (Mikrofon gab’s keines) und sich mehr als Unterhalter verstanden, als als Tourguide. So langweilig der erste Teil war, so interessant war der Zweite. Dieser findet nämlich im wirklichen Gefängnis statt und wurde von einem ehemaligen Häftling durchgeführt. Dieser erzählt vom Alltag auf Robben Island, der schweren Arbeit in den Steinbrüchen und welche sozialen Errungenschaften die Gefangenen im Laufe der Zeit durchgesetzt haben. So wurde Lehrmaterial zum Selbststudium erlaubt und es durften am Ende monatliche Briefe geschrieben werden. Zu Beginn war es ein Brief à 500 Worte im halben Jahr. Am Ende der Tour konnten Fragen gestellt werden und alle sind an Mandelas Zelle vorbei gelaufen.

Leuchtturm am Cape Point.

Leuchtturm am Cape Point.

Malerischer Tafelberg-Nationalpark.

Malerischer Tafelberg-Nationalpark.

Am Sonntagnachmittag sind wir mit dem Mietwagen durch den Tafelberg Nationalpark zum Kap der Guten Hoffnung gefahren. Neben dem obligatorischen Erinnerungsfoto war vor allem die Landschaft beeindruckend mit ihren verschiedenen Farben, Vogelstrausse und Affen. Links und rechts jeweils begrenzt durch steile Klippen. Weitere Bilder von Kapstadt und Umgebung in der Galerie:

 

Gardenroute

Von Montag bis Freitag bin ich mit dem Freund einer Kollegin im Mietwagen die Gardenroute entlang gefahren. Dabei haben wir in vier verschiedenen Städten in sehr unterschiedlichen Hostels übernachtet und ansonsten die Natur und die schönen Straßen genossen. Die Karte gibt einen Überblick darüber, wo wir übernachtet haben und wie unsere Route verlaufen ist.

Hostels und Geschichten auf dem Weg:

Sehr leckere Käseplatte.

Sehr leckere Käseplatte in der Montagne.

Robertson: Robertson Backpackers – große Anlage mit verschiedenen Zimmern, Küche und einem „marokkanischen Zimmer“ das voll steht mit gemütlichen Sofas und in dem man Wasserpfeife rauchen kann. Außerdem kann man in Robertson in über 50 Weingütern eine kostenlose Weinprobe machen. Wir haben in der Sennerei Montagne zusammen eine große Käseplatte und eine Flasche Wein für knapp 9 Euro zum Mittagessen gehabt – absolut zu empfehlen. Über Ronnies Sex Shop, an der malerischen R62, ging es nach Knysna an die Küste und den Teil, der offiziell den Namen Gardenroute trägt. Bei dem Shop handelt es sich jedoch nicht um Konkurrenz von Beate Uhse sondern vielmehr um ein ziemlich heruntergekommenes Gebäude in dem eine Bar untergebracht ist. Über die Jahre haben viele Reisende Visitenkarten, mehr oder weniger schöne Wandmalereien oder unterschriebene Unterschwäschenteile dort gelassen. Da es sich um die einzige Raststätte weit und breit handelt, ist ein Stopp quasi Pflicht.

Ronnie's Sex Shop.

Ronnie’s Sex Shop.

 

Der Ein oder Andere hat seine Visitenkarte dagelassen.

Der Ein oder Andere hat seine Visitenkarte dagelassen.

Knysna: In dem kleinen Küstenstädtchen haben wir in der Jembjo’s Knysna Lodge geschlafen. Wir hatten ein wenig Pech mit unseren Betten, neben den Waschräumen und unter einem hellen Dachfenster. Trotzdem eine schöne Unterkunft mit Frühstück inklusive. Die Umgebung von Knysna ist bekannt für die vielen Outdoor Aktivitäten. Wir waren Quad fahren durch eine Waldtour und haben passiv beim höchsten Bungeejump der Welt zugesehen (216m!). Ausserdem kann man in der Mitchel’s Brauerei eine Bierverkostung machen. Eine willkommene Abwechslung nach dem vielen Wein.

Ab ins Tal - 216m Bungeesprung.

Ab ins Tal – 216m Bungeesprung.

Endlose Straßen Richtung Horizont...

Endlose Straßen Richtung Horizont…

Jeffrey’s Bay: Die Surferstadt schlecht hin und angeblich einer der zehn besten Plätze zum wellenreiten weltweit. Wir haben dort unsere erste Surfstunde überhaupt genommen und ansonsten die entspannte Atmosphäre im Island Vibe Backpackers genossen. Eine riesige Anlage direkt am Strand mit großem Garten, einer sehr lebhaften Bar und Frühstück bis 15 Uhr.

Der Blick von der Frühstücksterrasse.

Der Blick von der Frühstücksterrasse.

Port Elizabeth: In unserer letzten Station haben wir in der Lungile Backpacker Lodge geschlafen und Abends noch das Nachtleben im Boardwalk komplex getestet. Am nächsten Morgen ging’s auch schon wieder in Richtung Johannesburg mit British Airways. IMG_8583 Nach genau zwölf Wochen ist das Abenteuer Südafrika nun beendet und ich gehe zurück an die Duale Hochschule nach Stuttgart. Obwohl momentan nichts weiter geplant ist – die nächste Reise kommt bestimmt.

2 Gedanken zu “Von Kapstadt nach Port Elizabeth

  1. Lieber Jan, nochmals danke für den Bericht der letzten (?) Tour in Südafrika.
    Die Landschaft ist einfach gigantisch und die Gastfreundschaft offensichtlich auch. Wir haben die vielseitige Schilderung wie immer genossen.

    Oma und Opa

  2. Hallo Jan,
    Danke für einen Letzten Bericht von Deiner weiten Reise
    Einfach großartig so etwas durch Deine Schilderungen zu erfahren
    und sehen.
    Denke, daß sich der Alltag langsam wieder einholt und Du Dich in old Germany
    wieder zurcht findest.
    Liebe Grüße Oma Lilo Bauer

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