12 Wochen arbeiten, reisen und leben in Südafrika

SAM_0021Im Rahmen meines dualen Studiums habe ich die Chance, für knapp drei Monate bei Mercedes-Benz South Africa (MBSA) zu arbeiten. Natürlich möchte ich auch während diesem Aufenthalt wieder viel von Land und Leuten entdecken, rumreisen und erleben. Bevor jedoch Berichte über all diese Unternehmungen und den Arbeitsalltag folgen, muss zunächst ein bisschen Zeit vergehen. Daher heute zunächst mal ein kürzeres Lebenszeichen.

Angereist bin ich mit KLM über Amsterdam nach Johannesburg. In Amsterdam habe ich das erste mal etwas in größeres in einem Duty Free Shop gekauft: Nämlich eine kleine Kompaktkamera die mit 99 Euro inklusive Tasche ein echtes Schnäppchen war. Außerdem lässt sie sich deutlich einfacher mitnehmen als eine große Spiegelreflex-Kamera.

Der Flug war, wenn auch mit elf Stunden sehr lange, recht angenehm und da wir tagsüber geflogen sind, gab es im Abstand von zwei Stunden irgendwas zu Essen um uns Passagiere bei Laune zu halten. Nötig wäre das jedoch nicht gewesen, da ich neben zwei recht redseligen und trinkfesten, pensionierten Blumen-Züchtern aus Südafrika saß. Die zwei etwa 70-jährigen Holländer wohnen seit ihrer Kindheit in Südafrika, haben nun die doppelte Staatsbürgerschaft und waren auf dem Rückflug vom Familienbesuch in Holland und Schottland. Da sie wohl Angst hatten, ich würde an meinem Fensterplatz in irgendeiner Weise zu kurz kommen und möglicherweise eine Chance auf ein Getränk verpassen, wurde mir von Johan, der den Gangplatz innehatte, bei jedem Vorbeilaufen einer Stewardess ein neues Bier gereicht während er sich und seine Frau mit Rotwein versorgt hat. Nach der dritten Runde kam zu der kleinen Dose Heineken noch ein Zettel mit sämtlichen Kontaktdaten und die Bitte, sie doch auf ihrer Farm besuchen zu kommen während meines Aufenthaltes. Da Lydenburg, wo die beiden wohnen, auf dem Weg zu einigen Nationalparks liegt, werde ich diese Einladung sicher gerne einmal annehmen.

Die Einreise nach Südafrika verlief problemlos. Da ich weniger als 90 Tage im Land bleibe und mein Gehalt weiter aus Deutschland beziehe, brauche ich nichtmal ein Visum. Meine Arbeitserlaubnis vom Südafrikanischen Generalkonsulat wurde nur nebenbei kurz beachtet und mir dann wieder mitgegeben. Vom Flughafen Johannesburg wurde ich von einem Fahrer von MBSA abgeholt und zu meiner Unterkunft nach Centurion, zwischen Johannesburg und Pretoria gebracht.

Für die bessere Übersicht: Der Stern repräsentiert Mercedes-Benz, bei dem gelben Haus wohne ich:

Wohnen in Centurion
Während meines Aufenthaltes wohne ich bei einer Familie in einer gesicherten Wohnanlage mitten in Centurion nur 15 Minuten mit dem Auto von MBSA entfernt. Das Inserat habe ich über www.gumtree.co.za, dem Pendant zu unserem WG-gesucht.de gefunden. Nach den ersten beiden Tagen, erweist sich die Wahl immer mehr als Glücksgriff. Nicht nur, dass ich sehr zentral und sicher Wohne ist gut, sondern auch meine Vermieter sind sehr locker drauf, freundlich und hilfsbereit. Hinzu kommt ein „Family Support Service“, in Form einer Hausdame welche drei Mal in der Woche putzt, aufräumt und wäscht. Im Vergleich zu einem Gästehaus wohne ich bei dieser privaten Unterkunft für umgerechnet 260 Euro pro Monat auch sehr günstig.
Der elfjährige Sohn, welcher sowohl Englisch als auch Afrikaans fließend spricht, hat heute auch mir versucht den Mix aus Englisch, Holländisch und Deutsch näher zu bringen. Außer der Erkenntnis, das alles Positive automatisch lekker ist, war die Unterrichtsstunde nicht so erfolgreich. Noch bleibt ja Zeit ein paar weitere Brocken zu lernen…

SAM_0008Country Market
Den kompletten Sonntag habe ich mit aktuellen Praktikanten aus Deutschland von MBSA verbracht. Mit einem gemieteten Kleinbus sind wir zum Hartbeespoort Dam, etwa eine Stunde von Centurion entfernt, gefahren. Neben der spektakulären Staudamm gibt es dort vor allem einen Country Markt, auf dem viele selbst gemachte Souvenirs verkauft werden. Außerdem gibt es noch ein Gartenrestaurant wo am Wochenende im Cover -Rockbands auftreten. Alles in allem ein sehr schönes Ausflugsziel.

Mit einem gemieteten Vito ging's auf Tour!

Mit einem gemieteten Vito ging’s auf Tour

 

der Country Markt

der Country Markt

Anschließend waren wir noch bei einem südafrikanischen Kollegen einer Praktikantin eingeladen. Dort gab es sehr landestypisches Essen, Hühnchencurry, Rinderbraten und leckeren Salat sowie viel Rotwein.

Soviel zu meinen ersten Tagen aus Südafrika. Bis bald!

Der Hartebeespoort Staudamm

Der Hartbeespoort Staudamm

5 Gedanken zu “12 Wochen arbeiten, reisen und leben in Südafrika

  1. Lieber Jan,
    danke für die umfassende Einleitung in Deine neue Arbeitsumgebung; offen-
    sichtlich hast Du in den ersten Tagen schon eine ganze Anzahl von Kontakten
    gehabt. Dass diese sehr angenehm waren, wird Dich nach den positiven Berichten über Holland, die Du immer in Ingersheim gehört hast, nicht überrascht haben!
    Herzliche Grüße Oma und Opa

  2. Hallo Jan,
    Danke für Deinen 1. intressanten Bericht.
    Freue mich, daß Du alles soweit gut angetroffen hast
    und schon nette Kontakte geknüpft hast
    Die Temperatur ist ja wie hier bei uns,da mußt Du nicht schwitzen.
    Bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?
    Kommst Du mit dem Essen zurecht?

    Wünsche DIr weiter eine gute Zeit und nette Menschen
    die Dich begleiten
    Herzliche Grüße Oma Lilo Bauer

  3. Hallo lieber Jan,

    wie schön auf diesem Weg wieder von dir zu hören. Ich freue mich, dass du uns wieder virtuell mitnimmst auf deine Reise.

    Hab Spass und pass gut auf dich auf.

    Ganz liebe Grüße aus dem herbstlichen Bietigheim,

    deine Mama

  4. Hallo Jan.
    Danke für Deinen 1. wieder intressanten Bericht
    von Deinem jetztigen Arbeitsplatz
    Wie ich entnehme hast Du ja schon gute Kontakte geknüpft
    Die Temperatur ist ja wie bei uns . Allerdings sollte bei uns Sommer sein.
    KOmmst Du mit dem Essen zurecht?

    Wünsche Dir weiter eine gute Zeit und Menschen, die Dir in allem behilflich sind
    Herzliche Grüße Oma Lilo Bauer

  5. Hallo Jan,
    endlich komme ich dazu deinen ausführlichen Bericht zu lesen: Wie immer hochinteressant! Schön, dass du dich bei deiner Familie so wohl und sicher fühlst. Freue mich auf weitere spannende Berichte,
    lieben Gruß aus Berlin
    Anja
    PS: Nina macht natürlich Asien unsicher und ist nur unterwegs:-))))! Kommt die ja bekannt vor!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *