Bali

Padang Bai
Nachdem ich mich am Tag meiner Ankunft mit Freunden aus Deutschland getroffen habe sind wir am nächsten Morgen in den Osten von Bali nach Padang Bai gefahren. Das einzige was diesem kleinen Dorf etwas Leben einhaucht ist der Fährhafen für die Verbindungen nach Lombok und die Gili-Inseln, wodurch morgens und abends jeweils für kurze Zeit Massen an Touristen durch die Strassen laufen.
Wir haben dort drei ruhige Tage an einem traumhaften Strand genossen und abends jedes mal frischen Fisch gegessen. Genau das richtige nach den anstrengenden Tagen auf Java.

Der Traumstrand in Padang Bai:

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Meeresfrüchte Salat in Ananas:
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Außerdem haben wir einen Ausflug über die Nordost-Ecke der Insel gemacht mit einem Besuch beim Wasserpalast des alten balinesischen Königs sowie in einem Dorf indem immer noch ausschließlich Ureinwohner Balis ihre alten Traditionen pflegen.

Swastikas stehen im Hinduismus für Glück. So wie dieses Exemplar an unserem Hotel:

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Zu manchen merkwürdigen Ritualen zählt offenbar auch das Färben von Hähnen. So werden die Eier trotzdem nicht rosa…:
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Altes Dorf:
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Einer der vielen Batik-Souvenir Läden
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Auf der Rückfahrt sind wir an Candidasa, einem ehemaligen Touristen Zentrum Balis vorbei gekommen. Der Tourismus hat aufgrund eines ziemlich dämlichen Planungsfehlers allerdings stark abgenommen: um in den 1980er Jahren mehr Touristen aufnehmen und ihnen etwas besonderes bieten zu können, hat man sämtliche Korallenriffe, die der Bucht von Candidasa vorgelagert waren, abgetragen um damit die Wände der Hotels zu verkleiden und zu stärken.
Neben den großen Schäden denen man der Umwelt dadurch zugefügt hat, hatte man aber auch mit einem anderen Problem zu kämpfen: die Korallenriffe haben auch als natürliche Wellenbrecher fungiert und so die Wellen und die Strömung abgebremst bevor sie auf den schönen Strand Candidasas trafen. Nun sind die Wellen aber ungebremst auf den Sandstrand aufgeschlagen und haben diesen, für einen Badeort der wichtigen Teil, innerhalb weniger Jahre komplett abgetragen.
Nun verschandeln Wellenbrecher aus Beton die Küste um zu verhindern dass die Bucht weiter beschädigt wird.

Strand ist Mangelwahre in Candidasa:

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zur Abwechslung ein Paar Reisfelder:
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Der schön angelegte Wasserpalast. Selbst der Eintritt war verhandelbar:
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Ubud
Am Dienstag bin ich alleine weiter nach Ubud, dem zweiten Tourismuszentrum Balis nach Kuta, im balinesischen Hochland. Auch hier lasse ich die Tage eher ruhig angehen, wodurch es nicht ganz so viel zu erzählen gibt.

Am Dienstag habe ich mit einer Österreicherin den heiligen Monkey Forest angesehen. Dort leben über 500 gefräßige Makaken die sich auf alles und jeden stürzen was essbar oder interessant aussieht. Solange man allerdings selber nichts isst lassen sie einen glücklicherweise in Ruhe.
In der Mitte dieses kleinen Stücks Urwald gibt es auf einer Erhöhung eine heiliges Krematorium. Als wir dort eine große Menschenmenge von gläubigen Hindus und zwei große Feuer gesehen haben, dachten wir zunächst daran dass dort Opfergaben und gestorbene Affen verbrannt werden. Man hat uns jedoch erklärt dass vor allem strenggläubige Hindus dort nach ihrem Tod in einer Trauerfeier verbrannt werden. Nach dieser Neuigkeit haben wir das Spektakel dann zügig verlassen.

Einer der gefräßigen Makaken:

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Auch Affen wollen ihren Spaß ;):
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Am Mittwoch bin ich auf einen großen Markt mit einigen Kunsthandwerker Erzeugnissen und jede Menge anderem Souvenir Kram gegangen und habe am Abend eine original balinesische Tanzvorstellung angesehen, für die Ubud bekannt ist. Die Vorführung war im freien vor dem Ubud Palace, einem sehr alten geschmückten Gebäude. Das Orchester hat ausschließlich traditionelle Instrumente wie Trommeln oder Glockenspiele benutzt und die Tänzer waren sehr festlich geschmückt. Allerdings hat mich die Vorführung eher an einen Ausdruckstanz im Drachenkostüm erinnert. Es war die gesamte Zeit sehr langsam und die Musik hat sich in sehr kurzen Abständen wiederholt. Es sollte eine hinduistische Sage dargestellt werden, deren Story sich jedoch weder mir noch den Zuschauern in meinem Umfeld erschlossen hat.
Nichtsdestotrotz war es interessant eine solche Vorführung mal zu sehen und das Ambiente war sehr schön.

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Morgenstund hat Gold im Mund
Diese Morgenstunde war bereits sehr früh: um 2 Uhr Nachts hieß es aufstehen, der Berg ruft! Nach einer einstündigen Autofahrt kamen wir auf einer Kaffeeplantage nahe dem 1790 Meter hohen Mount Batung, einem aktiven Vulkan an. Nach Bananenpfannkuchen und eine balinesischen Tee oder Kaffee ging es zwei Stunden bei völliger Dunkelheit den Berg hinauf. Immer vier Touristen haben sich einen Bergführer geteilt und jeder bekam eine Taschenlampe. Um halb 6 kamen wir am Gipfel des Mount Batung an und warteten gespannt auf den Sonnenaufgang, dem Grund weswegen wir die ganze Wanderung zu dieser unmenschlichen Zeit gemacht haben. Leider hatte ich nicht daran gedacht dass es mitten in der Nacht und auf einem hohen Berg eventuell kälter als die angenehmen 25-30 Grad ist, sodass ich mir bei 7 Grad in kurzer Hose den Hintern abgefroren habe.

Eine gute halbe Stunde später waren wir uns alle sicher, dass sich die Mühe gelohnt hat. Der Blick in das Tal, auf einen See und den dahinterliegenden, 3300 Meter hohen, Mount Agung war atemberaubend. Nachdem wir zirka 45 Minuten lang den Sonnenaufgang genossen haben und ich dabei ungefähr 45 Bilder aus der immer gleichen Perspektive aufgenommen habe, sind wir mit unserem Guide zu den Kratern der verschiedenen Explosionen gelaufen. Da der Vulkan zuletzt vor 12 Jahren aktiv war, ist es im Inneren immer noch sehr heiß. Spätestens an einem der zahlreichen Löcher aus denen heißer Wasserdampf kam konnte man sich danach wieder aufwärmen.

Nach sämtlichen Kratern und weiteren grandiosen Aussichtspunkten in das Tal, sind wir durch ein Gemisch aus Vulkanasche, -sand und -gestein wieder zurück zu unserem Startpunkt gelaufen.
Um 10 am Vormittag war ich bereits wieder am Hostel und trotzdem völlig fertig nach 8 Stunden wandern zur unnatürlichen Zeit.

6:32 Uhr:

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der Tourguide war richtig angezogen:
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Mondlandschaft mitten auf Bali:
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In diesen Löchern haben die Guides im heißen Dampf Eier gekocht:
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Nun bin ich als letzte Station vor dem Abflug am Sonntag Abend in der Touristen-Stadt Kuta, nahe dem Flughafen und der Stadt Denpasar.
Hier gibt es außer einem tollen (aber leider überfüllten) Strand nichts zu sehen.
Nach meiner Ankunft am Montag Abend in Frankfurt gibt es noch einen letzten Artikel mit einer Zusammenfassung meiner Reise in Form eines Videos. Irgendwie muss man sich im Flugzeug ja beschäftigen…
Bis bald, euer Jan

Ein Gedanke zu “Bali

  1. Lieber Jan,

    hab ganz lieben Dank für deinen spannenden Bericht von Bali. Ich freu mich schon jetzt auf dein Video. Wünsche dir einen guten Heimflug!

    Liebe Grüße

    Annette

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