Havanna – Eine Stadt mit 1000 Gesichtern

Angekommen am José-Martí international Airport in Havanna brachte uns ein Bustransfer der staatlichen Touristen Agency Cubanacan zu unserem Hotel mitten in der Innenstadt von Havanna nahe des Plaza Vieja. Es handelte sich um ein sehr kleine Hotel im Kolonialstil mit hohen Räumen und einem traumhaften (kühlen) Innenhof.
Auf dem nahegelegenen Plaza Vieja gab es neben einer Schule auch mehrere Restaurant und Bars. Unter anderem eine Brauerei die Bier nach Wiener Brauart braut. Der gesamte Platz wird momentan komplett neu renoviert.

Kontrast renoviert - alt

Kontrast renoviert - alt

Überhaupt macht dieser Unterschied zwischen renovierten und komplett verfallenen Häusern die Gegensätze dieser Stadt aus. Auf der einen Seite findet man traumhafte Villen, vor allem im Diplomatenviertel, oder schöne, renovierte Kolonialhäuser wie in Habana Vieja auf der anderen Seite gibt es jedoch auch total verfallene Häuser wo wir uns sehr gewundert haben, als unser Stadtführer, welcher uns für einen Vormittag durch die Stadt geführt hat, erzählte, dass alle diese Häuser bewohnt seien.

Mit diesem Reiseführer, einem überaus netten Herrn der in Leipzig zu Zeiten der DDR deutsch studiert hat, machten wir zuerst eine Rundfahrt in einem 57´Chevy (siehe Galerie) bevor wir die Innenstadt zu Fuß erkundeten. Das Auto, für uns eine Attraktion, gehört seit dem Importverbot für ausländische Fahrzeuge zum normalen Straßenbild in Havanna. Diese Wägen wurden von den Exilkubanern bei der Machtübernahme Castros zurück gelassen.

Neben dem Botschaftsviertel im Westen von Havanna sahen wir außerdem das Capitol (höher als das in Washington, darauf legte unser Reiseführer großen Wert!), den Plaza de la Revolucion mit dem Denkmal José-Martís sowie das Hotel in dem Ernest Hemingway einst wohnte und arbeitete.

Frau mit Zigarre

Neben diesen berühmten Gebäuden oder Plätzen sind es jedoch vor allem die Menschen und Kleinigkeiten die einen Besuch in Havanna so einzigartig und besonders machen. Zu uns waren alle Kubaner stets freundlich und aufgeschlossen (ob dies mit reiner Geldgier verbunden war sei dahin gestellt) und halfen bei Fragen so gut sie konnten. Außerdem haben mich die vielen überdimensionalen Werbetafeln der kommunistischen Partei sehr beeindruckt als Zeugnis des gelebten Kommunismus.

Die Prachtstraße Havannas, der Malecon, ist heute nur noch zu erahnen. Auch wenn man gerade dabei ist die alten Villen an der Uferpromenade zu restaurieren schreitet die Erneuerung mangels Geld und guten Arbeitsmaterialen nur sehr langsam voran. Nichtsdestotrotz ist vor allem gegen Abend Hochbetrieb auf dem Malecon. Hier vermischen sich Touristen mit Einheimischen aller Altersklassen.

Da man all diese Seiten von Havanna sehr schlecht beschreiben kann, folgt nun eine umfangreiche Galerie mit meinen persönlichen Lieblingsbildern welche ich während unseres Aufenthaltes gemacht habe.

Wenn Sie eines der Bilder für Ihre Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich einfach oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Gerne gebe ich Ihnen weitere Informationen zu den Bildern oder sende Ihnen diese und andere Bilder in voller Auflösung zu.

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2 Gedanken zu “Havanna – Eine Stadt mit 1000 Gesichtern

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